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A Coming-Out

« Can you still have sex? »

Mit diesem Satz beginnt meine Kurzgeschichte « Einreise in Zeitlupe », erschienen in Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht.

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In dieser Geschichte reist die Hauptfigur in ein nicht näher genanntes Land und wird am Flughafen festgenommen. Sie ist trans* und die Polizisten verstehen nicht, warum das Foto in ihrem Paß sowie die Angabe über ihr Geschlecht ihrem Aussehen nicht entsprechen.

Nach fünf Stunden Verhör wird eine genitale Untersuchung durchgeführt.

Diese Geschichte ist stark autobiographisch angehaucht.

Weil ich nicht wollte, dass das hierzulande rassistisch instrumentalisiert wird, habe ich die Geschichte erzählt, aber das Land nicht gennant. Das Land, in dem mir das passierte, könnte irgendeines sein, dachte ich.

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Aber das Land, in dem mir das passierte, ist nicht irgendeines.

Das Land, in dem mir das passierte, heißt Ägypten.

Seit dem 22. September erlebt das Land eine neue Verhaftungswelle von LSBTIQ Menschen durch das Regime vom Staatspräsidenten Abdel Fattah El-Sisi.

Nachdem Leute bei einem Konzert der libanesischen Band Mashrou Leila eine Regenbogenflagge gezeigt hatten, wurden sie festgenommen. Es folgten 57 weitere Verhaftungen in verschiedenen Städten – darunter queere sowie Personen, die aufgrund ihrer Solidarität vom Regime als solche wahrgenommen werden.

Strafen bis zu sechs Jahre Haft wurden bereits erteilt.

Um dagegen zu protestieren, findet heute um 17 Uhr eine Kundgebung in Berlin vor dem Bundeskriminalamt (Elsenstr. / Beermannstr.) statt.

Denn das hier ist kein Einzelfall, wir sind Millionen und an allen Seiten, allerorten, ringsherum, hier und da, da und
dort, kreuz und quer, weit und breit, wo auch immer, überall und
nicht wir sind das Problem, sondern die Gesellschaft, in der wir
überleben müssen und die uns nicht als Menschen sieht.

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Tahrir Square, Kairo, 2013
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Werbung um Werbung

Kapitalismus produziert Waren und Dienstleistungen, die verkauft werden müssen.

Waren und Dienstleistungen, die verkauft werden müssen, produzieren Werbung, die Leute ansprechen muss.

Werbung, die Leute anspricht, greift auf vorhandene gesellschaftliche Werte und/oder menschliche Bedürfnisse zurück (oder schafft neue Bedürfnisse, um neue Waren zu vertreiben).

Somit ist Werbung nicht nur ein Spiegel der Gesellschaft, sondern sie befestigt meistens deren Status quo und produziert den Zeitgeist mit.

Um so begrüßenswert sind Vorkehrungen wie die der Stadt Paris, die am 28. März 2017 beschloss, sexistische und diskriminierende Außenwerbung zu verbieten (wie bereits in London und Genf).

Was passiert aber, wenn nicht nur die Politik eingreift, sondern Werbedienstleistungsfirmen selbst zu dem Schluss kommen, dass eine Marke besser dran ist, wenn sie als Vorreiterin von anti-Diskriminierung wahrgenommen wird?

Bei aller Kritik um Werbung an sich, zeigen die drei folgenden Werbespots einiges Schönes über den gesellschaftlichen Wandel, der bereits im Gange ist, oder den sich viele (Verbraucher*innen) wünschen.

1. Werbung für Vicks:

 

2. Werbung für Tv2 Denmark:

 

3. Werbung für ANZ Bank:

Challenge #Autorenwahnsinn Tag 30

Tag 30: Zeig uns einen Instagram-Account – again!

Statt Instagram-Account, hier die Webseite meiner Kollegin und Freundin Chantal-Fleur Sandjon.

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Mehr unter Challenge: 31 Tage Autorenwahnsinn.

Challenge #Autorenwahnsinn Tag 29

Tag 29: Poste ein Zitat aus deinem aktuellen Manuskript.

Ich wünschte, meine Augen würden sich beschlagen wie Brillengläser im Winter beim Betreten einer aufgeheizten Kneipe.

Mehr unter Challenge: 31 Tage Autorenwahnsinn.

Challenge #Autorenwahnsinn Tag 28

Tag 28: Mit welchen Autoren tauschst du dich aus?  

Es gibt einige Autor_innen, mit denen ich mich austausche – mal über Schreibstrategien, mal inhaltlich.

Literaturagent und Verlagsleute sind auch wichtige Ansprechpersonen.

Nicht zuletzt tausche ich mich bei den Schreib- und Spoken Word-Workshops, die ich leite, ebenso mit den Teilnehmenden über das kreative Schreiben aus.

Für mich ist Feedback Teil des Schreibprozesses. Das ist eine wichtige Erkenntnis aus dem Masterstudiengang im Biographischen und Kreativen Schreiben an der Alice Salomon Hochschule Berlin.

Manchmal bleibe ich aber eine Weile auch ohne. 😉

Mehr unter Challenge: 31 Tage Autorenwahnsinn.