Fureur

Relativité

 

Auf dem Spielplatz haben ein paar Kinder neongelbe Westen an, wie auf einer Baustelle, damit sie gesehen und nicht von der Rutsche überfahren werden
vielleicht.

Gefahr lauert überall
vielleicht
schnell das Wort
„Gefahr“
schnell
das Wort
„Krieg“ im Spiel
auch wenn uns dringend geraten wurde, semantisch abzurüsten.

Ich habe Angst vor unserer Angst.

Nach dem „Erdrutschsieg“
nach dem „Siegeszug“ des Front National
spalten das Land
Schock und Erschütterung.
Le choc et le choc.
Le Front National als „erste Partei Frankreichs“?
Meine Zähne aus Beton.
Ich verschränke die Augen.
Ich finde keine Vermutung
im Rechtwinkel des Auges
finde ich nichts.

Die Frische ist immer die Frische des Brotes der Anderen.
Neben dem Spielplatz hustet ein Baum Blätter aus.
Keine Sonne sticht mir in die Augen.
Ich will im Inhaus bleiben und
will heiße Schokolade trinken
und nicht in der Kälte mich nackthusten wie eine Eiche.

Es gibt zwei Arten von Menschen, sagte meine Oma,
diejenigen, für die Continuer à lire … « Fureur »

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Über die nicht-Homogenität der Trans*Kategorie, im Tod und in anderen Gewaltsformen

João Gabriell ist Afrokaribier und Trans*männlich. Auf seinem Blog schreibt er über koloniale Kontinuität und ihre Verschränkung mit Gender und Class, hegemoniale Strukturen (Homonationalismus und Femonationalismus) sowie über die materielle Unterdrückung, der die Nachfahren von kolonisierten Menschen ausgesetzt sind, vor allem die, die im Bezug auf Gender zu Minderheiten gehören (in erster Linie Trans*Menschen).

Sein Text erschien anlässlich des TDoR 2014 und wird 2016 in einer längeren Version im Band Decolonizing Sexualities bei Counterpress erscheinen.

Übersetzung: Laurence Schnitzler und Jayrôme C. Robinet

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Jedes Jahr am 20. November ist TDoR (Transgender Day of Remembrance). Dabei geht es darum, Trans*Menschen zu gedenken, die im Laufe des Jahres umgebracht wurden. In Frankreich werden zu diesem Anlass Mobilisierungen in verschiedenen Städten organisiert.

Über trans*diskriminierende Morde: Wer stirbt wirklich?

Die nicht-Homogenität der Kategorie „Trans*“ ist vor allem bei trans*feindlichen Morden zu spüren. In Frankreich ist es schwieriger, die Zahl dieser Morde zu kennen, da es einerseits schwer ist zu wissen, wie viele trans*Menschen es überhaupt gibt, vor allem diejenigen, die nicht die französische Staatsangehörigkeit haben. Andererseits gibt es keine so genannten ethnischen Statistiken, die bemessen würden, inwiefern ethnische Herkunft oder ethnische Zuschreibung mit anderen Faktoren verschränkt sind, die die sozioökonomische Diskriminierung von Migrant*innen und PoC mit französischem Pass beeinflußt. In den USA dagegen gibt es mehrere Studien, die ermöglichen, das Phänomen zumindest teilweise zu verstehen.

So fallen in folgender Studie des National Coalition of Anti-Violence Programs (NCAVP), die im Jahr 2013 erschienen ist, zwei Ergebnisse auf:

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Vom Trauern und Liebe(n)

Sharon Dodua Otoo ist Schwarze Britin – Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe „Witnessed“ in der edition assemblage. Dieser Text erschien auf dem queer-feministischen Weblog Mädchenmannschaft und ich freue mich, ihn hier zweitveröffentlichen zu dürfen.

Es sind noch 9 Tage verbleibend, um die Crowdfunding-Kampagne zu unterstützen, damit Sharons Novelle Synchronicity, die 2014 bei edition assemblage auf Deutsch erschien, nun auch in der englischen Originalfassung herausgebracht werden kann.

Layout 1

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Ich liebe eine Frau, eine Schwester, die nicht mehr am Leben ist.
Sie ist plötzlich und unerwarteterweise im Sommer 2014 verstorben. Es ist immer noch unglaublich. Das ist die Art von Frau; würdest du sie kennen, könntest du es dir auch nicht vorstellen, dass sie nicht mehr lebend unter uns ist.

Ich liebe sie noch, denn die Vorstellung, dass ich diesen Satz im Präteritum formulieren soll, kommt mir immer noch nicht über die Fingerspitzen. Mein Alltag verkrafte ich nur, weil ich ihr Schweigen mir so zurechtgebastelt habe: Sie ist noch da, sie hat nur schon wieder ihre Handy (wie eine andere sehr enge Freundin von ihr das nennt) « zwangsverschenkt ».

Sehr sehr oft seit letztem Sommer hätte ich gern ihren Rat gehabt, ihre tatkräftige Unterstützung oder einfach zusammen mit ihr gelacht. Sie fehlt mir wirklich sehr. Ich glaube, sie hätte mir einiges an Schmerz sparen können. Ich glaube, sie versteht mich wirklich sehr gut – besser eventuell, als ich mich selber besser verstehe.

Nun sehe ich mich mit dem Thema Tod noch einmal konfrontiert. Ja. Wegen der Anschläge. Ja, die in Paris. Ja, ich weiß…

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Trans* Separatismus – Pro und Kontra

Mein Gastbeitrag für das feministische Weblog Mädchenmannschaft.

—- English version below —

 

PRO UND KONTRA, DAS  ‘T’  AUS  ‘LSBT’  ZU ENTFERNEN

Der 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOT*). Das Datum erinnert an den 17. Mai 1990, jenen Tag an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Krankheiten-Katalog strich. Bis heute aber führt die WHO transgender Identitäten als Störung auf.

Nicht nur aus diesem Grund plädieren einige transgender Aktivist_innen für eine Trennung von lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen auf der einen Seite und transgender Menschen auf der anderen.

Sollten homosexuelle und transgender Personen getrennt kämpfen?

Wir haben den Eindruck, dass die Inklusion des ‘T’s in den LSBT-Überbegriff im besten Fall verwirrend, im schlimmsten Fall nicht sehr hilfreich bei der Suche nach wirklicher Gleichberechtigung für transgender Personen ist.

sagt Frances Shiels, Vorsitzende des nordirischen transgender Vereins Focus: The Identity Trust. Und auch transgender Autor Lee Hurley erklärt, warum es Zeit ist, dass ‘T’ aus LSBT zu entfernen.

Maria Sundin, die von 2010 bis 2013 Mitglied des geschäftsführenden Vorstands von Transgender Europe (TGEU) war, widerspricht:

Nicht getrennt von einander zu arbeiten, offen zu sein für alle Formen von trans und nicht-konforme Geschlechter-Identitäten und außerdem von der LGBTQI-Familie unterstützt werden – das war auschlaggebend für unseren Erfolg.

In diesem Text werde ich das Pro und Kontra, also die gängigen Argumente, die für oder gegen Transgender-Separatismus sprechen, auflisten.

Zuerst ein kleiner Hinweis zu Begriffen.

Den Suffix « -phobia » für irgendeine Form von Diskriminierung zu verwenden ist eigentlich nicht sehr angemessen. Ich möchte mich hier bei Sharon Dodua Otoo dafür bedanken, dass sie mich nochmals auf die problematische Verwendung des Suffix « -phobia » hingewiesen hat. Warum wir Engstirnigkeit und Phobien nicht gleichsetzten sollten, wird gut im folgenden Text erklärt: Eater of Trees.

Worte sind von Bedeutung

Auch den Begriff « trans » zu nutzen ist heikel, da er im Medizinsystem geprägt wurde, pathologisierend und genitalistisch ist und Binaritäten (Cis/Trans) erschafft, die z.B. Menschen glauben machen, dass es sowas wie getrennte cis und trans Identitäten gibt. Ich habe mich trotzdem entschieden ihn in diesem Text zu benutzen, weil es immer noch das Wort ist, was die meisten Aktivist_innen nutzen.

Und intergeschlechtliche Personen?

Das Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpoltik der Universiät Leipzig tritt dafür ein, dass der Name von IDAHOT* zu IDAHIT* verändert wird, wobei das « I » für die « Diskriminierung gegen intergeschlechtliche Menschen » steht.

Der Europarat-Kommissar für Menschenrechte fasst die Situation intergeschlechtlicher Menschen in der folgenden Abbildung zusammen:

Human rights and Intersex people

Das vollständige Themenpapier Human rights and intersex people ist online verfügbar, sowie das Fokuspapier der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte.

Aber in diesem Artikel werde ich nicht das Für und Wider zum Entfernen des « I » aus « LGBTI » besprechen, da ich nicht mit den dazugehörigen Diskursen vertraut bin (auch wenn ich mir vorstellen kann, dass einige der Argumente ähnlich sein könnten zu denen von transgender Aktivist_innen). (Update vom 18. Mai 2015: Jemand hat mich auf zwei Texte hingewiesen, die die Vereinnahmung von Inter* durch LGBT-Interessen thematisieren und wie das anders gehen kann: nachzulesen hier und hier.)

Nun, Los geht’s!

PRO UND KONTRA VON TRANS’ SEPARATISMUS

1. Für das Entfernen des ‘T’ aus ‘LGBT’

  • Der Sammelbegriff LSBT is verwirrend.

LSB bezieht sich auf sexuelle Orientierung, während Transgender etwas mit der Geschlechtsidentität zu tun hat.

Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität sind zwei komplett unterschiedliche Dinge. Die Frage zu welche_n_m Geschlecht_ern ich mich hingezogen fühle (ob ich beispielsweise hetero, schwul, lesbisch oder bi bin) ist verschieden zu der Frage in welchem Geschlecht ich leben möchte und ob dieses übereinstimmt mit dem Geschlecht, welches mir bei der Geburt zugeschrieben wurde (ob ich zum Beispiel cisgender, transgender oder inter bin).

Transgender Menschen können hetero, schwul, lesbisch, bi, pan oder asexuell sein.

Cisgender Menschen können hetero, schwul, lesbisch, bi, pan oder asexuell sein.

  • Die politischen Forderungen sind unterschiedlich.

Öffnung der Ehe, Adoptionsrechte, reproduktive Gesundheit/Rechte, oder das Recht Blut zu spenden, sind häufig oben auf der Agenda von lesbische und schwule Aktivist_innen.

Auf der anderen Seite kämpfen transgender Aktivist_innen für für die Entpathologisierung der Trans*-Identitäten, für eine Reform der legalen Prozedur für Hormontherapie und Operationen und gegen misshandelnde Anforderungen.

In ihrer aktuellen Kampagne beschreibt TGEU die legale Situation von transgender Personen in Europa als einen « Albtraum »: Diagnose als Identitätsstörung, Zwangsterilisation als Voraussetzung für die Personenstandsänderung und/ oder erzwungene Scheidungen, finden in 34 europäischen Staaten statt.

  • LSBT-Organisationen nutzen das T für ihr Image, sind aber tatsächlich nicht T-aware oder T-inklusiv.

Viele sprechen nicht wirklich trans Themen an und sind in ihren Fortbildungsmaßnahmen, Preventions- oder Aufklärungskampagnen eher auf LSB fokussiert.

Um einige Beispiel zu nennen:

Wenn sie für die Homo-Ehe kämpfen, dann kämpfen sie nicht gegen die erzwungenen Scheidungen von trans Menschen.

Wenn sie sich für das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare einsetzen, dann setzen sie sich nicht dafür ein, dass schwangere Trans*Männer als Vater ihres Kinds im Geburtsregister offiziell anerkannt werden.

Wenn sie HIV/ AIDS Awareness und Preventionskampagnen durchführen, dann fokussieren diese auf schwule Männer bzw. MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) und sprechen selten die spezifischen Problematiken rund um HIV innerhalb von trans Communities an…

2. Gegen das Entfernen des ‘T’ aus ‘LGBT’

  • Aufsplittung würde die Bewegung schwächen.

In den letzten 40 Jahren hat sich LSBT als wirkungsvolles Instrument für sozialen und politischen Wandel entwickelt. Außerdem sind diese Bündnisse eine Form der Solidarität, wie sie zur Geschichte von LSBT passt.

  • LSB und Trans haben Themen gemeinsam:

Lesben, Schwule und Bisexuelle entsprechen häufig nicht Geschlechternormen, somit haben LSB und T gemeinsame Kämpfe gegen Geschlechterrollen, Patriarchat, Hetero_Sexismus … Und viele Personen beginnen ihr Erwachsenenleben als Homosexuelle und machen dann eine Geschlechter-Transition, innerhalb der Community sind Geschlechtergrenzen also eher verschwommen, es ist mehr ein Spektrum als zwei sich gegenüberstehende Formeln.

  • Das westliche Konzept von trans Separatist_innen funktioniert nicht innerhalb der geschlechtsunkonformen globalen Bevölkerung, die mit HIV lebt. Somit würde Separatismus den Kampf gegen HIV enorm erschweren.
  • LSBT Vereine können tatsächlich T-aware und T-inklusiv sein (oder es werden).

Ein Beispiel, wie dies gut funktioniert, bietet die britische Organisation Stonewall, die im Februar 2015 einen Bericht veröffentlicht hat, der verschiedene Wege aufzeigt, wie Menschen mit trans Expertise in LSB Organisationen eingebunden werden können. Der Bericht Trans People and Stonewall ist online zugänglich.

  • Anstatt auseinander zu brechen sollten die LSBT Communities eher das Bewusstsein für die Verschränkungen zwischen Geschlecht, Sexualität, race und Klasse stärken.

3. Schlussfolgerung

Diskussionen darüber, ob der Sammelbegriff « LGBT » angemessen und effektiv ist, sind wichtig und könnten zu spezifischen Maßnahmen – je nach Kontext – führen.

Das « T » aus « LSBT » zu entfernen bedeutet nicht, dass Bündnisse nicht mehr eingegangen werden können.

Weiterhin Transgender unter dem Sammelbegriff « LGBT » zu fassen, bedeutet nicht, dass es nicht auch möglich ist, zu spezifischen Themen getrennt von einander zu arbeiten.

Der eine Ansatz schließt den anderen nicht aus: LSBT Dach-Organisationen können existieren und als Teil einer größeren queeren Bewegung gegen das Patriarchat und Heteronormativität ankämpfen. Lesben und Schwule können natürlich ihre eigenen Organisationen haben (und Partys und Magazine, die sie ja auch bereits haben ;-)), so wie transgender Personen ihre eigenen Strukturen haben, die spezifisch trans Themen adressieren. Menschen und Vereine können jederzeit ihre Kräfte vereinigen und gemeinsam arbeiten, mit geteilten Zielen und Werten, manchmal als Verbündete, manchmal als betroffene Gruppen, abhängig vom Thema.

Bündnisse sollten fair sein – inklusive der Finanzierung und Entscheidungsfindung.

Gleichberechtigungs-Gesetzgebungen sollten lesbische, schwule und bisexuelle Menschen basierend auf dem « Schutz der sexuellen Orientierung » schützen, und transgender und intergeschlechtliche Menschen basierend auf dem « Schutz der Geschlechtsidentitäten ».

LSBT Communities sollten das Bewusstsein für die Verschränkungen von Geschlecht, Sexualität, race und Klasse verstärken. Dazu die Stellungname des LSBT Vereins Gladt zum Kiss-In, das vom schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo in Berlin zum IDAHOT* organisiert wird.

Wer sind « sie »– « die LSB »?

Lesben, Schwule und Bisexuelle sind keine homogene Gruppe, « sie » können Verbündete sein, « sie » können nicht aware oder gleichgültig sein, « sie » können Trans*Menschen diskriminieren, « sie » können selbst Trans* sein. Also …

Lasst präzise sein!

Anlässlich des IDAHOT* hat ILGA-Europe die 2015 Rainbow map veröffentlicht, welche einen Überblick über die aktuelle Situation von LSBTI Personen in Europa gibt.

Rainbow Map
Click here to see the full map

Ich denke jeder Buchstabe steht für eine Community an sich.

Darum plädiere ich für die Selbst-Organisation jedes einzelnen Buchstabens und dann plädiere ich für unterschiedliche Bündnisse und unterschiedliche Dächer – abhängig vom Thema.

Zum Beispiel wäre ein Runder Tisch zur Gleichstellung der Geschlechter definitiv ein Thema für das CTI-Bündnis: Die cisgender, transgender und intersex Community.

Natürlich gehören Menschen gleichzeitig unterschiedliche Communities an. Das ist auch ein Grund, warum wir intersektional denken müssen und mehrfache Privilegien und Mehrfachdiskriminierungen berücksichtigen müssen – auch während wir Bündnisse bilden.

Zu diesem Thema sind die Texte von Eske Wollrad White bond – Welche Frage stellt sich vor der Bündnisfrage? und von Nadine Lantzsch Ausschluss oder Ausgangspunkt? Bündnisse und Fragen an die Lesbenbewegungen in der DDR lesenswert.

Was denkt ihr? Welche Communities sollten oder können die folgenden Themen adressieren – und, falls notwendig, welche zusätzlichen Communities sollten für Bündnisse eingebunden werden?

Konversionstherapien, HIV, Arbeitsmarkt, häusliche Gewalt, Ehe, Adoption, Mobbing in Schulen, Heterosexismus, Rassismus, Diskriminierungen innerhalb der globalen queeren Bewegung, Mangel an (angemessener) Medienberichterstattung, Sport, Rape Culture, Ableismus, erzwungene Sterilisation, Diagnose der Identitätsstörung, Diskriminierungen gegen bisexuelle Menschen, Klassismus, physische Gewalt in öffentlichen Räumen, Zugang zu Gesundheitspflege…

Meiner Meinung nach repräsentiert die Regenfloge tatsächlich die menschliche Gemeinschaft.

Danke an Charlott Schönwetter für die deutsche Übersetzung

***

—- English —

Should homo and transgender fight separately?

May 17th is International Day against Homophobia, Transphobia and Biphobia (IDAHOT*). It commemorates the day when the World Health Organization (WHO) removed homosexuality from its disease catalog on May 17th 1990. But to this day transgender identities are still on the WHO list of mental illnesses.

Not only for this reason, some transgender activists are calling for a separation of lesbian, gay and bisexual people on the one hand, and transgender people on the other. They prefer to continue the fight separately.

We feel that the inclusion of the ‘T’ in an LGBT umbrella is at best confusing and at worst very unhelpful in the search for true equality for transgender individuals

says Miss Frances Shiels, secretary of the Northern Irish transgender organization Focus: The Identity Trust.

Also transgender writer Lee Hurley explains why it’s time to remove the T from LGBT.

Maria Sundin, member of the Executive Board of Transgender Europe (TGEU) from 2010-2013, disagrees:

Working in a non-separatist way and being open for all forms of trans and gender non-conforming identities, as well as being supported by the LGBTQI family, was essential to our success.

In this text I will list some of the common arguments in pros and in cons of transgender separatism. Continuer à lire … « Trans* Separatismus – Pro und Kontra »

Heute erscheint “Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht”!

Zweitveröffentlichung aus dem Weblog Maedchenmannschaft.net

 

Freude!

Ab heute ist das Buch Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht, Verlag w_orten & meer, im Handel erhältlich. Theatermonolog trifft auf Spoken Word, Kurzgeschichte auf lyrische Prosa, Geschriebenes auf Gesprochenes. Komplettiert wird der Band durch eine Audio-CD mit einem Hörspiel von Bassano Bonelli Bassano und zusätzlichem Live-Material.

Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Buch auf Deutsch je schreiben würde …
Oder vielleicht hat das Buch mich geschrieben? Denn meine Erstsprache ist das Schweigen. Meine zweite Sprache: Französisch. Und erst mit 17 habe ich Deutsch gelernt. Der Verlag sagt, meine Sprache wecke neue Bilder und eröffne durch kleine Verschiebungen des Ausdrucks neue Perspektiven. Ja. Ich glaube, es ist Zeit, der Sprache ihre Fehler zu verzeihen.

Zum Buch: Welche Ausdrucksformen gibt es für das kurze Glück und die lange grundsätzliche Verzweiflung, für Identitäten, die angeboten werden und doch immer nicht stimmen, für das Schweigen als Erstsprache, für die Wut über Trans-Diskriminierungen und für die Liebe, die nicht ein Gefühl ist, sondern ein Umgehen mit Menschen?

Ein Text- und Hörbuch für die Öffnung von Gender-, Sprach- und Ländergrenzen: poetisch, politisch, präzise.

Der Trailer ist von der französischen Filmemacherin Estelle Beauvais, mit Musik von Jef Guillon.