Interviewt! – Und was ich daraus lernte

Heute wurde ich im Rahmen des Bundesmodell-Projektes All Included – Museum und Schule gemeinsam für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt von einer Gruppe 8. und 9. Klässler_innen im Jugend Museum Schöneberg interviewt. Das Interview war aufschlussreich – auch für mich.

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Das Gespräch verlief professionnell, die Fragen der Jugendlichen waren gut vorbereitet (von sich selbst – aber auch das ganze Team drum rum war echt fit), respektvoll und vielfältig. Es ging um meine persönliche Geschichte und  weitere Schreib-Projekte aber auch um Trans*Aktivismus und die gesetzliche, medizinische und gesamtgesellschaftliche Situation von Trans*Menschen in Deutschland.

Das Interview hat mir ermöglicht, etwas für mich klarer zu formulieren. Und zwar, bezüglich privater Fragen:

Wenn ich einem fremden Menschen, der zu einer diskriminierten Gruppe gehört, zu der ich nicht gehöre, eine private Frage stellen will und ich nicht weiß, ob es angebracht ist, soll ich zuerst überlegen:

Hat diese Frage den Zweck, meine eigene Neugier zu befriedigen?

Oder hat diese Frage das Ziel, durch die Information, die ich dann bekomme, die Person besser unterstützen zu können?

Möglicherweise gilt der Leitsatz genauso gut bei Menschen, die wir kennen: Die Antwort, die wir auf eine persönliche Frage erhalten, sollte u.a. dem Zweck dienen, uns in eine bessere Lage zu versetzen, die befragte Person zu verstehen und ggf. zur Seite zu stehen.

Morgen und Freitag geht es weiter mit einem Workshop mit den Jugendlichen zu Poetry Slam / Spoken Word. Das Thema: Meine Freiheit, Deine Freiheit. Bin gespannt!

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« Lyrik: Reißt die Seiten aus den Büchern! »

In der Tradition vom Figurengedicht, visueller und konkreter Poesie, Logogrammen, „Shikakushi“ (Text für das Auge) oder auch von Slam Poetry …

schlägt Thomas Böhm in der Zeit neue Vertriebsformen für Lyrik sowie ein neues Medium vor:

Lyrikkunstgalerien, Vernissage neuer Gedichte, der Gedichtband als Ausstellungskatalog, Lyrikkabinette und -shops, in denen man einzelne Gedichte analog zu einer Postkarte kaufen und ansprechend verpacken lassen kann …

« Die Lyrik sollte aus der Literatur in die Bildende Kunst wechseln. Sofort wäre sie etwa das Missverständnis los, dass man sie « verstehen » können muss. Statt sie zu erfahren. Lesend. Sie würde wahrgenommen werden wie (abstrakte) Kunstwerke es werden, Installationen oder Performances, die man längst als holistische Erfahrungsräume ansieht, in denen das intellektuelle Verstehen nur einen Aspekt der Rezeption ausmacht. »

« Wie zu einem Galerie- oder Museumsbesuch putzte man sich entsprechend heraus, wäre in eine erwartungsvolle Stimmung versetzt, wäre offen für die Begegnung mit der Kunst, wäre bereit, sich für eine gewisse Zeitspanne von schätzungsweise 45 bis 60 Minuten etwas Unvertrautem auszusetzen und hätte Lust am Austausch mit anderen Besuchern. »

User experience vs Design

meta_praktische Ebene

Ich möchte, dass die Sprache sich über mich freut.
Alternativ will ich, dass die Sprache mich begreift.

Sachlichkeit (2)

Meine Freude an Deiner Freude.

 

Sachlichkeit (1)

das Licht wurde empfunden

Ehrlich gesagt, muss ich zugeben, daß ich gestehen möchte, daß ich sehr oft ab und zu traurig bin.