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Aufeinandertreffen von Moment und Ewigkeit

Als ich Kind war, dachte ich, dass man für Wasserski abschüssige Seen braucht. Ich fragte mich, ob auf dem Bürgersteig Hunde auch in Hundescheisse treten. Zumal sie mit ihren vier Pfoten doppelt so viel wie wir Menschen der Gefahr ausgesetzt sind. Und wenn ich weinte, wollte ich niemals aufhören, ich wollte mein ganzes Leben lang heulen, in dem Maß meiner Traurigkeit, so oft so groß. Aber jetzt bin ich groß. Erwachsen. Und nun habe ich das, was Kinder nicht haben:
Schlafstörungen.

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Einen Blitz übersehen

Die Wolken stoßen aneinander, aufeinander, gegeneinander geräuschlos
Was wollen diese Wolken von mir?
Ich vergesse, daß da, wo ich herkomme, die Berge quadratisch sind mit Fenstern und man nennt das eine Stadt
Da, wo ich herkomme, sind die Vögel schlecht gekleidet
Es gibt Blätter, viele Blätter auf dem Bürgersteig
Die Äste sind frei, meine Arme sind frei
Meine Arme müssen keine Früchte tragen
Da, wo ich herkomme, sollte man das Brot heilen

Liebe Cis-Leute

Den Text auf Deutsch gibt es hier – Liebe Cis-Leute.

Heute ist TDoR – Transgender Day of Remembrance (FB Link). Wir gedenken der 238 Trans*Menschen, die laut dem Trans Murder Monitoring Transrespect versus Transphobia  in den letzen 12 Monaten ermordert wurden. Doch wieviele mögen es in Wirklichkeit gewesen sein? Und was ist mit denen, die den Freitod gewählt haben? Und denen, die verbale, psychische und/oder physische Gewalt erlebt haben?

« Liebe Cis-Leute » ist auch eine Hommage an Dear straight people von Denice Frohman, Spoken Word Künstlerin, Pädagogin und Poetin, mit ihrer freundlichen Genehmigung. Vielen Dank Denice!!

Danke auch an Trouble X  für den Satz « Ich kann mich nicht erinnern, diesen Vertrag jemals unterschrieben zu haben » ❤

An Ntozake Shange

das vernünftigste scheint ja die sprache anzugreifen sie zu verfälschen sie zu verstümmeln die sprache die mir beibringt dass ich mich selbst hassen soll die sprache die mir beibringt wie ich andere am besten hasse die sprache die mir zeigt wie ich andere vernichten kann und das mit humor die sprache die

Das Licht ist weder richtig noch unrichtig

Text, Stimme: Jayrôme C. Robinet
Regie: Estelle Beauvais
Musik: Jef Guillon
Kamera: Estelle Beauvais
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Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch
Länge: 8’11 Min

Frankreich, 2012

« Das Licht ist weder richtig noch unrichtig » wurde im Kultur- und Gesellschaftsmagazin Freitext veröffentlicht
Heft 20, Oktober 2012